Die Burg Grubenhagen

Die Burg Grubenhagen liegt auf einem 300 Meter hohen Ahlsburg-Rücken. Vermutlich wurde sie zwischen 1129 und 1195 von den Grafen von Dassel erbaut. Nach dem Aussterben der grubenhagenschen Linie im Jahre 1596 blieb die Burg sich selbst überlassen.
Erste urkundliche Erwähnung findet das »castrum Grubenhagen« im Jahr 1263. Möglicherweise war die Burg ursprünglich im Besitz der Grafen von Dassel. Erst seit 1272 finden die Gruben von Grubenhagen Erwähnung. Am 20. Juli 1388 verkaufte Hans Grube von Grubenhagen unter anderem die Holzung zu Grubenhagen bei Rotenkirchen an Herzog Otto von Braunschweig zu Göttingen: »Ich hans grube vomme grubinhagen bekenne vor mich und vor myne rechtin erben, daz ich vorkauft han und vorkauffe alle myn vedirliche erbe….«
Diese waren aber nicht Besitzer der Burg, sondern lediglich die Burgmannen. Die Burg gehörte zwar zum Hof der Fürsten von Grubenhagen, allerdings dürfte sie nicht sehr oft zur Hofhaltung gedient haben.
Im Jahre 1340 wurde die die Burg Grubenhagen von Herzog Ernst von Braunschweig an den Ritter Burchard von Steinberg und seinen Stiefsöhnen Heinrich und Johann von Wallmoden verpfändet.
Das nunmehr Schloß genannte Grubenhagen gehörte seit 1405 Herzog Erich, der dort auch im Jahre 1421 wohnte. Zu dieser Zeit ließ er Herzog Otto den Jüngeren unter einem Vorwand auf sein Schloß kommen und nahm ihn dort in Geiselhaft, um sich seine Besitztümer anzueignen.
1448 wurde das Dorf Rotenkirchen zerstört und von Herzog Phillip dem Älteren ab 1521 als Domäne wieder aufgebaut.
Philipp der Jüngere setzte den Bau fort und legte auch den heute noch erhaltenen Park an. Das Rotenkirchener Brauhaus wurde 1569 fertig gestellt und mit der Inschrift »P. D. G. D. B. et L. 1569« (Philipp von Gottes Gnaden Herzog zu Braunschweig und Lüneburg) versehen.
Bis 1816 war die Burg unbewohnt. Um 1820 ließ Herzog Adolf Friedrich von Camebridge an den noch vorhandenen Burgturm einen Pferdestall anbauen, den Burgplatz und die Zuwegungen zur Burg wieder herrichten. Bis 1866 wurde die Burg regelmäßig von den Königen von Hannover besucht. Nach dem zweiten Weltkrieg verfiel die Burg immer mehr. Seit 1977 kümmert sich der aus einer Bürgerinitiative entstandene Burgverein Grubenhagen um die Burganlage. Nach umfangreichen ehrenamtlichen Renovierungsarbeiten wurden der Bergfried und der königliche Pferdestall hergerichtet und 1982 konnte der Turm wieder zur Besteigung freigegeben werden. Die Anlage besteht heute aus einem Plateau mit Resten der Burgmauern, auf dem sich der 17,52 Meter hohe Bergfried befindet.

 

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